Funckenhofleben

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Kueken

Hoföffnungszeiten:

Von April bis Oktober freitags und sonnabends von 15.00 bis 18.00 Uhr

Hofladen mit Produkten rund ums Schaf, Pfad der Sinne – der Weg durch einen Tag vor 100 Jahren, bäuerliches Hauswesen

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Am Rande des denkmalgeschützten Rundlingsdorfes Walmsburg, hinter dem Deich der Elbe und mitten im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue, zwischen Bleckede und Hitzacker liegt der Hof in einer wunderschönen, geschichtlich, kulturell und naturkundlich einzigartigen Lage.
Vor langer Zeit, im 18.Jahrhundert, als dieser kleine Hof noch ganz neu war, konnten drei Generationen von einem halben Hektar Ackerland, einem halben Hektar Wiese, einer Kuh, zwei Schweinen und Geflügel leben. Sie erzeugten alles, was sie zum Leben brauchten, selbst und verkauften Milchprodukte, sodass sie Geld hatten, um den Rest, den sie noch zum Leben benötigten, kaufen zu können.
Heute wird der Hof mit inzwischen 10 Hektar nur von einer halben Generation bewirtschaftet, aber das Prinzip ist immer noch das gleiche. Das heißt: An erster Stelle steht die Selbstversorgung. Schafe, Esel, Gänse, Hühner, Enten, Hunde und Katzen bevölkern den Hof. Dabei entstehen Mist, der für den Garten kompostiert wird, und Wolle, Felle, Fleisch, Wurst, Käse, Joghurt, Eier, Gemüse, Kräuter, Tees, Blumen, Heu, Stoffe, Kleidung, Medizin, Wärme. Das, was über den Eigenbedarf hinaus geht (und nach dem Gesetz erlaubt ist – was dann nicht mehr ganz so viel ist), kann verkauft oder getauscht werden.
Das ist bei 10 Hektar ganz schön viel. Allerdings haben die landwirtschaftlichen Produkte schon lange nicht mehr den Wert, den sie einmal hatten, als dieser Hof noch drei Generationen ernährte. Deutschland ist das Land auf der Welt, wo Lebensmitteln der niedrigste Wert zugebilligt wird (nur noch 11% des Einkommens).
Bei dieser Wirtschaftsform (Im Gegensatz zur der heute vorherrschenden) fallen kaum Kosten für die Allgemeinheit an: es wird kein Grundwasser vergiftet, kein Boden zerstört, Menschen erkranken nicht am Spritzmittelgebrauch, der Mineralölverbrauch ist verschwindend gering....
Und wenn Umwelt einen Wert hätte, dann könnten selbstversorgende Subsistenzwirtschaftler gut von ihrer Arbeit leben, den bei ihnen blühen Blumen, fliegen Schmetterlinge und singen Vögel, die anderswo längst verschwunden sind. Daher können Menschen hier auch Erfahrungen machen, die sie sonst nicht mehr machen können. Sie können wilde und zahme Tiere und Pflanzen erleben, sich selbst als Handelnde begreifen. Denn das, was wir leben und so, wie wir wirtschaften, bestimmt unser Bild von Umwelt.

In Veranstaltungen können Geburtstagskinder, Kindergartenkinder, SchülerInnen, StudentInnen, LehrerInnen, ArbeitnehmerInnen, ArbeitgeberInnen ... ganz neue und aufregende Erfahrungen machen, die eigentlich so alt sind, wie die Menschheit.

Hier lernen große und kleine Menschen:
- was es wirklich zum Leben braucht;
- den Umgang mit großen und kleinen Tieren;
- den Umgang mit wilden und zahmen Pflanzen und Tieren;
- den Umgang mit echtem Feuer;
- einen guten Umgang miteinander;
- Selbstbewußtsein;
- die Schönheit und Ursprünglichkeit von Natur kennen;
- die Notwendigkeit unserer Kulturlandschaft für viele wilde Tiere und Pflanzen kennen;
- das wilde und ursprüngliche Leben kennen.